
Das ‚Gedächtnis der Stadt‘
Das Geschichtskontor im Kulturhaus Walle recherchiert, archiviert und veröffentlicht Bremer Geschichte und Geschichten, dabei beleuchten sie wie die Hafengeschichten rund um die „Überseestadt“ das Verhältnis von Stadtentwicklung und Geschichte. Das Bildarchiv mit seinen über 18.000 Bildern bietet dabei einen hervorragenden Fundus. Das jüngere Tonarchiv bewahrt die ‚oral history’, die Erzählungen von Zeitzeugen. In all den Gesprächen und beim Archivieren der Bilder wächst ein „Gedächtnis der Stadt“. Stadtteilrundgänge, Ausstellungen, Veranstaltungsreihen wie der „Walle-Blues“ oder auch die Kooperationen mit dem Arbeitskreis Archive, dem Verein MS Friedrich und die Unterstützung von Firmen- und Vereinenjubiläen gehören zum festen Bestandteil unserer Arbeit.
- C. Eckler-von Gleich, Tel. 388 7078
- A. Saur, Tel. 388 7074
Veranstaltungen
In diesem Frühjahr-/Sommerprogramm gibt es vom Geschichtskontor besondere Veranstaltungen:
Die Reihe Erzähl-Café auf MS Friedrich wird unter Leitung von Achim Saur fortgesetzt:
- Freitag, 13.4., 17.00: Der 'Fürfreter' - siehe auch unter Aktuell!
- Das Erzähl-Café findet auf MS Friedrich, Schlachte, Anleger 4 b statt.
"Versöhnung im Alleingang" – Die Ausstellung
Die Blocklandmorde, November 1945
Jahrelang hatte das NS-Regime die Zwangsarbeiter mit Lager und härtesten Arbeitsbedingungen geknechtet und gedemütigt. Mit der Befreiung 1945 tauchte hier auch der Gedanke nach Vergeltung auf. Die Bremer wiederum sahen ihre NS-Stereotypen bestätigt. Als eine dieser Gruppe im November 1945 bei einem Überfall auf einen Blockland-Hof zwölf Menschen erschossen hatten, ereignete sich Etwas für die Bremer nicht Nachvollziehbares. Wilhelm Hamelmann, ein gläubiger Christ der Waller Wilhadi-Gemeinde hatte als Einziger überlebt. Nun plädierte gerade er vor dem amerikanischen Militärgericht für Gnade für die Täter.
Einen Artikel des Weserkuriers vom Ausstellungsmacher Helmut Dachale finden Sie im Digitalen Heimatmuseum.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungswerk der Ev. Kirche und der Wilhadi-Gemeinde statt. Bitte gesonderten Flyer beachten.
- Eröffnung: 20.4., Wilhadi-Gemeinde, Laufzeit bis zum 13.5.
Versöhnung im Alleingang – Werkstattgespräch

Familie Hamelmann
Die Ereignisse im Zusammenhang mit den Blocklandmorden führen mitten hinein in die Bremer Nachkriegszeit. Im sozialdemokratischen Senat sprach man von der „Polenplage“.
Ein Werkstattgespräch mit den Ausstellungsmachern Helmut Dachale und Brigitte Reuß sowie dem Koordinator Achim Saur. Diese Veranstaltung hat am 8.2. im Kulturhaus Walle stattgefunden.
