In zwei Gruppen, dem Theater Die Stachelbeeren und dem Theater Szenarium beschäftigen wir uns entweder mit Texten dramatischer Literatur oder mit selbst verfassten Texten.
Josefine Meurer (j.meurer@brodelpott.de)
Nikolai Wassilijewitsch erzählt
von Geld und Politik - von Liebe und Korruption
Theaterversuche über Nikolai Gogols Kommödie Der Revisor
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Den Spiegel soll nicht schelten, wer eine Fratze hat
Russisches Sprichwort und Gogols Motto zu seiner Komödie Der Revisor
Scherben - Abfälle -Scherben
Zwölf Szenen und kein Epilog
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Sechs sehr unterschiedliche in einer entscheidenden und kritischen Situation ihres Lebens. Es dreht sich alles um einen öffentlichen Abfallbehälter und um zerbrochene Frauenträume ... ein furios komisches Szenenkarussel, mit dem das Publikum am Ende wieder da angelangt ist, wo alles anfing.
Im Schatten von Ritter Rasch
Ein volkstümliches Historienspiel um den Ritter Christoph Ludwig Rasch von Sagnitz
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1635 - in Europa tobt der Krieg - schon seit 17 Jahren - auch an der Weser
1635 ist Bremen eine protestantische Stadt. das protestantische Dorf Walle liegt zwar vor den Toren, genießt aber halbwegs Schutz. Es war lange ruhig geblieben.
1635 bezieht der Ritter Christoph Ludwig Rasch von Sagnitz das Waller Gutshaus.
1635 ändert sich das Leben für die Bevölkerung des kleinen und ruhigen Dorfes Walle.
Minutendramatik
ein kleines dramatisches Loriot-Halbstundenprogramm
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Der große Meister der kleinen dramatischen Form ist Vicco von Bülow, alias Loriot. Seine Mini-Dramen haben alles, was ein großes Drama ausmacht. ‚Loriots Dramatisches Werk‘ zu spielen, wird auch von großen und bekannten Theatern nicht verschmäht. Für die Spielerin oder den Spieler sind Loriots Dramen Fingerübungen der Schauspielkunst.
Kurze, absurde Geschichten aus dem Alltag, wie sie jeder kennt und die zum Weinen komisch sind, bringen das Publikum zum Lachen.
Dieses Programm ist vom wurde bei diversen Kleinkunstabenden in und um Bremen gespielt.
Auf die Spitze getrieben
Scharfe Pointen für die kleine Bühne
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Alles dreht sich dabei wie ein Tanz. Und es dreht sich alles ums Alleinbleiben und Zusammenfinden und dar-um, was Frau dafür alles auf sich nimmt. Am Ende kommt dabei ein frecher Reigen heraus, in dem die Ab-surditäten des Frauseins scharf ins Auge gefasst und szenisch in kurzen Sequenzen auf die Spitze getrieben werden.
Was wird, wenn der Kerl mit `ner jüngeren durch-brennt? Was ist, wenn Frau zwar einen Tanzkurs besu-chen möchte, aber der adäquate Partner fehlt? Was pas-siert, wenn Frau endlich Witwe wird und plötzlich noch mal richtig loslegen will? Was geschieht, wenn Frau sonntags nachmittags beim ‚Ball der einsamen Herzen‘ auf den richtigen wartet, der aber immer mit `ner ande-ren tanzt?
Dann ist Frau natürlich immer selbst schuld, denn sie ist nicht schön, nicht schlank, nicht jung genug! Dann wird es aber allerhöchste Zeit, dass sie aktiv wird! Angebote und Möglichkeiten gibt es schließlich genug ...
Katzenspiel
Wir dramatisieren einen Prosatext von István Örkény
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Erzsi, die Witwe des Apothekergehilfen Béla Orbán, hat eine Jugendliebe. Auch während ihrer Ehe hat ihre Zuneigung zu Viktor Csermlény, dem ehemals weltberühmten Tenor, der an allen großen Opernbühnen der Welt sang, nie aufgehört. Jetzt ist Viktor enorm übergewichtig und seine Puste reicht nur noch für ein oder zwei kurze Liedchen auf Vorstadtbühnen.
Nach dem Tod von Erzsis Ehemann, dem armen Béla, manifestiert sich ihre Liebe zu Viktor in dem allwöchentlichen Abendessen am Donnerstag, das Erzsi für ihn kocht und bei dem er enorme Mengen von Speisen verschlingt.
Das alles hätte bis ans Ende ihrer beider Tage ohne Komplikationen so weitergehen können, wäre da nicht eine Tages Paula wieder aufgetaucht, Paula, Erzsis alte Bekannte aus dem Luftschutzkeller, während der letzten Bombenkriegsnächte über Budapest ...
Ein Mord wird angekündigt
von Agatha Christie
Was soll man von einem Inserat in der Zeitung halten, das für denselben Abend um exakt 18.30 Uhr einen Mord im Haus von Mrs. Blacklock ankündigt? Die Ein-wohner von Chipping Cleghorn sind herzlich eingela-den, an diesem Ereignis teilzunehmen. Was von allen für Spaß gehalten wurde, stellt sich als bitterer Ernst heraus – ein Mord geschieht.
Miss Marple kann wieder einmal beweisen, dass alte Damen nicht zu unterschätzen sind. Aber auch sie kann nicht verhindern, dass dann auch noch die gute alte Bunny ermordet wird ...
Oma ist meins – oder –
Der demographische Faktor
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Omas 102. Geburtstag muss ordentlich und zünftig gefeiert werden. Wir gratulieren!
Aber sagen Sie mal ehrlich. Muss denn das sein?
Die Alten leben doch auf Kosten der zukünftigen Generation, auf unsere Kosten! Die Alten sollen sich mal stärker an dem beteiligen, was den Sozialstaat wirklich ausmacht: Nehmen und Geben! Es ist doch wohl klar, dass die Belastung nicht nur auf der jungen Generation liegen kann.
Und dann müssen wir uns auch noch die ganze Zeit über anhören, dass die Welt früher besser war. Und wie lustig zu Kaiser Wilhelms Zeiten. Schluss mit lustig!
Schöne Bescherungen
eine Komödie von Alan Ayckbourn![]()

Die Weihnachtstage sind die Zeit im Jahr, in der es – laut Polizei- und Unfallstatistik – zu den meisten familiären Katastrophen kommt. Der britische Dramatiker Alan Ayckbourn schlägt in ‚Schöne Bescherungen‘ daraus kräftig komödiantisches Kapital:
Über die Feiertage haben Belinda und Neville Bunker wie üblich Freunde und Verwandte zu sich eingeladen. Es wird allerdings zunehmend schwerer, eine angemessen fröhliche Festtagsstimmung aufrecht zu erhalten. Der Hausherr zerlegt in Bastelwut die Geschenke, seine Schwester Phyllis bereitet unter Einfluss von reichlich Alkohol ein wenig schmackhaftes Menue zu, und ihr Ehemann baut versessen sein Puppentheater auf, die alle Jahre wieder von allen bestöhnte Weihnachtstradition. Als Belindas altjüngferliche Schwester Rachel den jungen Schriftsteller Clive mitbringt, nehmen die Festtagsvorbereitungen eine neue Wendung. Denn der Gast erregt nicht nur ungeahnte Gefühle bei den anwesenden Damen, sondern auch den Argwohn von Onkel Harvey, der als pensionierter Wachmann der festen Überzeugung ist, dass Männer, die Bücher schreiben, auch kleine Kinder bestehlen. Und so läuft der Heiligabend auf ein gewaltiges – und gewaltsames – feiertägliches Fiasko zu ...
Alan Ayckbourn, geboren 1939, ist mit seinen Stücken, die schon in den 80er Jahren in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden, der meistgespielte Theaterautor der Gegenwart. Die Uraufführung von ‚Schöne Bescherun-gen‘ fand 1980 in Scarborough statt.
... auf Parzelle leben ...
Die Nachkriegszeit im Kaisenhaus
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Viele Ältere erinnern sich noch gut: Wie war das damals nach Kriegsende und in den frühen 50er Jahren in den Kleingartengebieten in Bremen, nachdem Bürgermeister Wilhelm Kaisen per Verordnung Notwohnungen in Kleingärten erlaubt hatte. Wie lebte man dort als Familie, wenn man die Gartenlaube zwar ausbauen durfte, aber einschließlich einer Veranda die Fläche von 30 qm nicht überschritten werden durfte? Wie lebte man mit den täglichen Gängen zur Wasserstelle, wenn man das Trinkwasser mühsam in Eimern nach Hause schleppte? Wie lebten die Frauen dort nach den Ausbombungen im Krieg, und wenn ihre Männer noch nicht wieder nach Hause gekommen waren? Und doch, wie war das Lebensgefühl damals, als der Krieg endlich vorbei war und die Menschen mit dem Wiederaufbau begannen?
Große Hafenrundfahrt
Eine maritime, historische und musikalische Annäherung an eine große Zeit der Weserlustfahrten
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Die Zuschauer/innen machen sich auf zu einer historischen und musikalischen Fahrt mit Liedern, Songs und Schlagern aus den 30er, 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Natürlich ist in der 60-Minuten-Schau, die für das Schiff MS Friedrich inszeniert wurde, das bis in die frühen 60er Jahre Bremens ‚Große Hafenrundfahrt‘ war, die Seefahrt und der Hafen angesagt. Mit dabei sind der Matrose, der Kapitän und der Hafenarbeiter, die Kneipenkellnerin, die daheim gelassene Ehefrau und die Freudendame und natürlich die schmucke Deern, die regelmäßig mit gebrochenem Herzen am Kai zurückbleibt. Fetzige Musik, freche Texte, in die Zeit passende Kostüme, eine witzige Choreografie und nicht zuletzt auch schöne Stimmen sorgen für eine unterhaltsame Große Hafenrundfahrt.
Mit Unterstützung des Vereins Bremische Gesellschaft zur Erhaltung der Großen Hafenrundfahrt MS FRIEDRICH e.V.
Die Reise zum Mittelpunkt der Preise oder In 80 Raten zum Ruin
Eine musikalische Kaffeefahrt
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Nicht unwahrscheinlich, dass dem einen oder der anderen der Zuschauer/innen das Szenario bekannt vorkommen wird.
Persönliche Einladungen mit bunt und aufwändig gedruckten Versprechungen sind für die 90-jährige Oma Bölz nichts Neues. Das weiss auch ihre Tochter und jagt der kaufwütigen Oma die Enkelin zur Kontrolle auf den Hals. Die arbeitet nicht nur bei ‚Penny’ an der Kasse, sondern ist auch der Kaffeefahrt-Verkaufsleiterin ein Dorn im Auge. Schließlich ist die Fahrt voll auf die Bedürfnisse der älteren Generation ausgerichtet, da kann so eine junge und womöglich noch skeptische Frau doch nur stören.
Denn es geht schließlich um die allseits bekannten Verlockungen und Versprechungen mit Gewinnspielen und völlig neuen, noch nicht im Handel erhältlichen Dingen, die als ‚Schnäppchen’ zu haben sind.
Und bezahlt wird in bequemen Raten? Na, ist das was oder ist das etwa nichts?
