Geschichtskontor Veranstaltung

10 Nov

Jüdische Nachbarn - Rundgang

Etwa 200 jüdische Bürger lebten vor 1933 in Walle. Es gab etliche von Juden geführte Geschäfte, vom Kaufhaus des Westens bis zu Galanteriewaren Fuchs. Im Nationalsozialismus wurden diese Geschäfte boykottiert, und viele in der Reichspogromnacht vom 8. auf den 9. November 1938 zerstört. Juden wurden ihre Häuser geraubt und sie selbst in sogenannte Judenhäuser zusammengepfercht. Wer nicht rechtzeitig auswandern oder fliehen konnte, wurde deportiert und ermordet. Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht erinnert dieser Stadtteilrundgang an die jüdischen Nachbarn in Walle.

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12 Nov

aus der Reihe Special Guests: Lore Buchholz

Ihr Vater schrieb ihr anrührende Karten aus dem Gefangenenhaus Ostertor und aus dem Zuchthaus Oslebshausen. Lore Buchholz, Jahrgang 1927, ist die Tochter des in den 20er Jahren bekannten Waller Kommunisten Heinrich Buchholz. Als Mitglied der Agit-Prop Gruppe „Blaue Blusen“ zog er mit Satiren, Liedern und Sprechtheater über die nordwestdeutschen Bühnen der Arbeiterbewegung, nach 1933 saß er vier Jahre in Haft. Seine Tochter Lore lernte schnell, worüber sie mit den Freundinnen in der Schule nicht sprechen durfte.

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19 Nov

Bildvortrag: Walle - Vom Dorf zur Vorstadt

Noch heute kann man Spuren des früheren Waller Dorfes finden. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts standen noch reetgedeckte Bauernhäuser an der Waller Chaussee, auch wenn mit dem Bau der stadtbremischen Häfen in den 1880er Jahren die Entwicklung zur Vorstadt seinen Anfang nahm. Mit der Industrialisierung wuchs Walle fast explosionsartig. Mit zahlreichen Bildern aus dem Bildarchiv führt Sie Cecilie Eckler-von Gleich durch den Vortrag, der auch den Blick für heutige Quartiere des Stadtteils Walle schärft.

15.30 Uhr | 6 € erm. 4 €

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26 Nov

Aus der Reihe "Special Guests": Eike Hemmer

1973 verließ Eike Hemmer, ehemaliges Mitglied der Kommune 2, das Berlin der auseinander divergierenden 68er Bewegung und zog nach Bremen. In den Stahlwerken Bremen sollten die Stahlarbeiter vom Klassenkampf der KPD ML überzeugt werden. „Wir hatten vergessen, den Verfassungsschutz zu fragen“, so lautete später das augenzwinkernde Urteil des Personalchefs der Stahlwerke Bremen. Den Respekt der Kollegen verdiente sich der gelernte Journalist in der betrieblichen Geschichtsgruppe mit der NS-Aufarbeitung der Norddeutschen Hütte, dem Vorläufer der Stahlwerke Bremen.

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28 Jan

Lichtbildvortrag Walle II: Vom Hafen in die Überseestadt

Die Überseestadt ist das größte Stadtentwicklungsgebiet in Bremen und ein Ortsteil von Walle. Wo einst Kaffee, Baumwolle und Tabak umgeschlagen wurden, prägen heute moderne Architektur, noch vorhandene Freiflächen und angestammte Hafenwirtschaft das Bild. Cecilie Eckler-von Gleich führt anhand historischer Aufnahmen durch fast 130 Jahre Bremer Hafengeschichte, von den Anfängen bis zum Zuschütten, vom Container bis zum Wohnen am Wasser.

15.30 Uhr | Eintritt 6 € erm. 4 €

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