Literatür.Jetzt. – Lesung mit Miriam Carbe
Freitag, 15 Januar, 2027 I 19:00
Ort: Logbuch, Vegesacker Straße 1, 28217 Bremen
Die Lesereihe Literatür.Jetzt. geht in die dritte Runde. Der aktuelle Fokus liegt auf Autorinnen, die Kindheiten aus ganz verschiedenen Perspektiven in den Blick nehmen. Wie ergeht es unerwünschten Töchtern? Wie lebt sich eine Kindheit zwischen zwei Kulturen? Oder in Norddeutschland, wenn daraus eine salzige, ausgetrocknete Landschaft wird? Wie berühren sich die Kindheiten der verschiedenen Generationen einer Familie? Und welche mystischen oder queeren Erlebnisse verbinden sich mit dem Wald? Sechs Schreibende, zum Teil aus Bremen, kommen in den Bremer Westen, um aus ihren zeitgenössischen Büchern der unterschiedlichsten Genres zu lesen.

© Wolfgang Stahr
Die unerwünschte Tochter
Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen. Zum schlimmsten Zerwürfnis kommt es nach der Übersiedlung in den Westen, als die hochintelligente, labile Enkelin Monika in den Sechzigerjahren gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen will. Die Autorin selbst ist dieses Kind. Menschlich, eindringlich und mitreißend macht Miriam Carbe ein ganzes Jahrhundert erlebbar. Wer dieses Buch liest, begegnet sich selbst und den eigenen Familiengeschichten. Episch und epochal – ein Meisterwerk.
MIRIAM CARBE, geboren 1967, hat deutsche und nigerianische Wurzeln und wuchs in einer Familie von Frauen auf, die alle Tagebücher und Erinnerungsskizzen schrieben. Von ihnen erbte sie mehrere Kisten mit Notizbüchern, von denen die ältesten von 1908 stammen. Miriam Carbe hat drei Kinder und lebt in Frankfurt am Main. Sie arbeitet als Redakteurin bei Arte.
Eintritt: 5/10 €
Eine Lesereihe von:









